Nasse Wände, Feuchtigkeit im Keller!

  

Schäden durch Feuchtigkeit entstehen nicht von heute auf morgen. Es ist ein langer Prozess bis die ersten Schäden sichtbar werden. Dann ist es höchste Zeit etwas dagegen zu tun. Von alleine wird die Feuchtigkeit nicht verschwinden.

 

Aber woher kann Feuchtigkeit kommen?

 

Der Baukörper ist im erdberührenden Bereich dem Sicker- und Stauwasser ausgesetzt. Bei Regen oder Schnee sickert das Wasser in den Boden und staut sich an Hindernissen, wie zum Beispiel Kellerwände.

 

Schichtwasser

Ebenfalls zum seitlich eindringenden Wasser wird das Schichtwasser gezählt. Schichtwasser wird im Boden an Schichtgrenzen geführt. Ton ist zum Beispiel im Gegensatz zu Kies, sehr fein körnig und somit wasserundurchlässig.

Grundwasser

Als aufsteigende Feuchtigkeit wird die Feuchtigkeit bezeichnet, die von unten in einen Baukörper eindringt. Dies ist der Fall, wenn der Grundwasserspiegel bis an den Keller heranreicht. Durch eine fehlende oder defekte Horizontalsperre in der aufgehenden Wand kann die Feuchtigkeit nach oben steigen. Allein durch die Kapillarwirkung des verwendeten Baumaterials und gegen die Schwerkraft.

 

Luftfeuchtigkeit

Aber nicht nur die “sichtbare” Feuchtigkeit hat Auswirkungen auf die Bausubstanz. Der Mensch, Tiere und Pflanzen produzieren ebenfalls Feuchtigkeit. Beim Duschen, Kochen, Waschen, Wäsche trocknen und beim Bügeln. Diese wird in der Luft angereichert und steigert so die Luftfeuchtigkeit . Der so gespeicherte, warme Wasserdampf schlägt sich an kälteren Wänden, wie zum Beispiel an Außenwänden, -ecken und Wärmebrücken über Fenstern nieder.

Kondensationsfeuchtigkeit
Diese Kondensationsfeuchtigkeit und die warme Raumluft sind die besten
Lebensbedingungen für Schimmel. Und dieser nicht nur übel, sondern
ist nachweislich eine Gefährdung für die Gesundheit.

 

Defekte oder fehlende Aussenabdichtung!

Noppenbahn falsch verlegt
Defekte Abdichtung

 

Leider auch oft zu sehen, werden durch fehlendes Fachwissen viele Fehler eingebaut.

Gefährlicher Pflanzenwuchs Zerstört die Kellerabdichtung!

Wurzeln hinter Abdichtung
Wurzeln hinter Abdichtung

 

Oft sehen wir das bei schlecht gemachten Abdichtungen das die Wurzeln nach kurzer Zeit hinter die Abdichtung kriechen und so die Abdichtungsmasse von der Wand drücken. Jedoch sollte man auch vermeiden die Pflanzen zu nahe an das Gebäude zu pflanzen bzw. Pflanzen nicht zu groß werden lassen.

 

Defekte Rohrleitungen / Dränage

Riss in Rohrleitung
Defekte Rohrleitung

 

Natürlich können defekte Rohrleitungen im Gebäude auch die Ursache für durchfeuchtetes Mauerwerk sein.

Defekte Rohrleitungen bzw. schadhafte Dränage im Außenbereich können mitverantwortlich für eine nasse Außenwand sein.

Wobei ein defekte Rohrleitung im Außenbereich auch immer auf eine  nicht mehr funktionierende Aussenabdichtung hinweist wenn Wasser in die Wand bzw. Keller läuft.

Lebenserwartung der Kellerabdichtung!

Aufbau einer Aussenabdichtung
Aufbau einer Aussenabdichtung

  

Früher aufgebrachte Kellerabdichtungen dürften den Namen Abdichtung eigentlich gar nicht tragen. Denn diese sind mit heutigen Abdicht-Systemen gar nicht mehr zu vergleichen.

Um nur einen Fehler zu nennen: Damals wurde, wenn Sie Glück hatten und der Bauunternehmer einen guten Tag hatte, 3-malig eine dünne Bitumenfarbe aufgebracht in den meisten fällen jedoch nur einmalig. Dies hat zur folge das sich nach Jahren diese Bitumenfarbe im Erdreich abgewaschen hat und die Schutzschicht sich in Wohlgefallen aufgelöst hat.

 

 

Unsere heutigen Abdicht-Systeme habe eine Lebenserwartung von ca. 50 Jahren.

 

In der Sanierung von Kellerwandflächen muss großes Fachwissen vorhanden sein!

Kaum ein Kellerwand ist wie der andere daher sind die vorbereitenden Arbeiten besonders wichtig. Wie der Einbau von Hohlkehlen aus wasserdichten faserverstärkten Spezialmörtel.

Unser Abdicht-System wird mehrlagig aufgebracht zusätzlich wird ein flexibles Panzergewebe in die Abdichtungslage eingearbeitet  und anschließend mit sehr harten wärmedämmenden Schutzplatten gedämmt und somit vor mechanischer Beschädigung geschützt. Weitere zusätzliche Schutzschichten wie Dränage / Dränagematten etc. können zusätzlich angebracht werden um den Wasserandrang an das Gebäude zu verringern bzw. zu unterbinden.